mein Therapie-Angebot (bei Essstörung)

Therapie bei Essstörung

für Jugendliche & Erwachsene

Auseinandersetzung mit der Essstörung

Schwerpunkt DBT

meine Therapie-Angebote & Methoden bei Essstörungen

 

Auseinandersetzung mit der Essstörung

Die Therapie von Jugendlichen und Erwachsenen mit Essstörungen, gehört zu meinen Schwerpunkten im Bereich Psychotherapie. Verändertes Essverhalten zeigt sich dabei vorrangig bei Mädchen und jungen Frauen, jedoch können auch Männer von einer Essstörung betroffen sein.

(in meinem Text verwende ich vorwiegend die weibliche Form,
 jedoch sind beide Geschlechter gemeint)

In der Therapie von Magersucht, Bulimie, Esssucht u.a. geht es besonders um die Unterstützung auf dem Weg in ein gesundes (Ess-) Verhalten. Ebenso wichtig ist die Auseinandersetzung mit Körperbild und Selbstwertgefühl, sowie mit den Ursachen für zwanghaftes und suchtartiges Verhalten.

Mein Ziel in der Behandlung ist es, gemeinsam die Motive essgestörten Verhaltens erkennbar zu machen und aufzulösen. Dem Thema „Essen“ soll wieder angstfrei begegnet werden, mit Genuss, Lebendigkeit und Freiheit.

Für die Therapie ist es sehr wichtig, dass die Patientinnen sich selbst entscheiden, gesund werden zu wollen. Der Wunsch nach Veränderung sollte stärker sein, als das Verlangen nach einem bestimmten Gewicht oder Essregeln. Ich arbeite mit Betroffenen gemeinsam daran, in kleinen Schritten Selbstbetrug, Scham und Heimlichkeiten abzubauen. Besonders Themen wie Sportsucht, Selbstverletzung, Erbrechen und Essanfälle werden häufig über Jahre verheimlicht oder geleugnet. Die Erfahrung sich mitteilen zu können und nicht nur „funktionieren“ zu müssen, bringt meist große Erleichterung.

Die Essstörung hat zu einem bestimmten Zeitpunkt Sinn bzw. Stabilität gegeben. Jetzt gilt es zu erkennen, dass sich aus der vermeintlich perfekten Lösung, „Kontrolle über das Essen“, ein Problem entwickelt hat. Dafür suche ich mit Patientinnen Alternativen für ihre Routinen und Zwänge. Ebenso suchen wir Antworten auf Fragen wie: „Wer bin ich?“, „Was möchte ich erreichen?“, „Was mag ich, was erfüllt mich?“, “Was kann ich mir erlauben?”. Fragen und Zukunftsängste dieser Art können die Flucht in die „haltgebende“ Essstörung auslösen oder verstärken.

Eine Essstörung dominiert meist das gesamte Leben. Daher ist es wichtig, viel Geduld für den Weg in ein neues Leben aufzubringen. Dieser erfordert meist viel Mut und ist von Höhen und Tiefen geprägt. Betroffene regulieren ihre Gefühle über das Essen und können in Therapie lernen, diese Funktion der Essstörung zu hinterfragen und aufzulösen. Als häufiges Merkmal sind Betroffene oft sehr angepasst und versuchen allen Menschen zu gefallen. Sie können üben, besser zu sich zu stehen, Grenzen zu setzen, ihren Körper zu akzeptieren und Konflikte auszuhalten. Wenn sich die Funktion der Essstörung also allmählich auflöst und das Selbstwertgefühl wächst, kann zwanghaftes, suchtartiges Essverhalten verschwinden und stattdessen Vertrauen in sich und Freude am Leben entstehen.

Mein Ziel ist es also, die Stabilisierung und Akzeptanz eines gesunden Körpergewichts zu unterstützen, Ängste und Perfektionismus abzubauen und den Weg in ein freieres, gesundes Leben zu begleiten. Ein zu schnelles Zunehmen/ Abnehmen unter großem Druck führt häufig zu starkem Widerstand. Dadurch entwickeln manche Betroffene neue Zwänge und Süchte. Für gesunde Veränderungen sind daher meist geduldige, kleine Schritte nötig (ausgenommen lebensbedrohliches Unter-/Übergewicht). Freiwilligkeit ist in der Therapie ein entscheidender Faktor.

Obwohl häufig umfangreiches Wissen und starke Beschäftigung mit Nahrungsmitteln und  Kaloriengehalt besteht, können Ernährungsgewohnheiten mit Hilfe einer Ernährungsberatung hin zu gesundem, ausgewogenem Essverhalten umgestellt werden. Befindet sich der Körper ständig in einem „Hungermodus“, also in einem Notzustand, sinkt auf Dauer der Grundumsatz und der Stoffwechsel verlangsamt sich. Hier soll eine gesunde Balance durch regelmäßige und auf den individuellen Energiebedarf ausgerichtete Mahlzeiten gefunden und der Stoffwechsel durch ausgewogene Ernährung wieder stabilisiert werden.

Um im Falle von Heißhunger die Ursachen und Auslöser einer Essattacke zu erkennen und zu reflektieren, kann z.B. ein Ernährungstagebuch mit Verhaltensanalysen hilfreich sein. Situationen, Gedanken, Gefühle und Emotionen können dabei beispielsweise verdeutlichen, in wie weit Beziehungen oder Stress mit abnormem Essverhalten in Verbindung stehen.

Auch ein langer Weg beginnt mit dem ersten Schritt. – Laotse –

 

DBT (dialektisch-behaviorale-Therapie) bei Essstörung in meiner Praxis

Häufig arbeite ich in der Therapie von Essstörungen wie u.a. Anorexie (Magersucht), Bulimie oder Binge Eating nach Methoden der DBT (dialektisch-behaviorale Therapie). Hauptmerkmal ist dabei eine bessere Emotionsregulation und Emotionsverarbeitung, da die Verknüpfung zwischen Emotionen und Essverhalten i.d.R. eine entscheidende Rolle beim Hungern, Essen und/oder Erbrechen spielt.

Da bei einer Essstörung meist eigene Gefühle verdrängt werden und die Essstörung häufig „Schutz“ oder eine „Freundin“ darstellt, soll schrittweise gelernt werden, Kontrolle und Konfliktvermeidung abzulegen. Die DBT bietet dabei einen klaren Rahmen und Therapieregeln, die viel Halt geben, aber auch herausfordernd sein können.

Die Herangehensweise beruht auf viel Vertrauen, gegenseitiger Verlässlichkeit und hoher Freiwilligkeit. Daher ist die DBT nicht für alle Patienten geeignet, was wir am Anfang der Therapie gemeinsam herausfinden.

Zur DBT zählen neben aktiver Mitarbeit und dem Wunsch nach Veränderung auch ein  Behandlungsvertrag mit klaren Absprachen und Kontaktmöglichkeit in Krisen oder besonders schweren Situationen. Daher bietet diese intensive Form der ambulanten Therapie besonders bei langjährigen, chronisch verlaufenden Essstörungen die Möglichkeit, für so gravierende Veränderungen lange gelebter Muster eine sichere, stützende Anlaufstelle zu haben.

Insbesondere bei der Bulimie profitieren die Patientinnen sehr von der Option, je nach Absprache, unmittelbar vor einem Essanfall kurzen Kontakt zu Ihrer Therapeutin aufnehmen zu können. Dies kann besonders in der Anfangsphase sehr entlastend sein. Betroffene können die Erfahrung machen, dass die akuten Emotionen nicht dauerhaft sind und ausgehalten werden können. Ebenso kann ein begrenzter Austausch über die Situation, Gefühle und mögliche Alternativen stattfinden und somit das Abwenden des Essanfalls ggf. erleichert werden. Langfristig soll so die Kompetenz wachsen, einen Essanfall selbstständig zu reflektieren und gesunde Wege zur Entlastung zu finden.

weitere allgemeine Infos zur DBT finden sich unter Therapieverfahren u.a. Dialektisch-Behaviorale-Therapie (DBT)

 

meine Therapie-Angebote & Methoden bei Essstörungen

In meiner Praxis richte ich mich in der Therapie nach den individuellen Ressourcen, Belastbarkeit und den angestrebten Zielen meiner Patienten. In der Regel lege ich mich nicht auf nur eines der durch die Krankenkassen vorgegebenen Richtlinienverfahren fest (z.B. entweder Verhaltenstherapie oder Tiefenpsychologie {mehr zu meinem Grundsatz zu den erfahrungsgemäß gegensätzlichen Psychotherapie-Schulen unter Philosophie meiner Arbeit }). Je nach Indikation und Kontraindikation ergänze ich die Arbeit an Veränderung destruktiver Gedanken und Handlungen, mit der Arbeit an der Aufarbeitung tiefliegender Muster und Ursachen.

Sollte sich im Verlauf der gemeinsamen Arbeit zeigen, dass andere, von mir nicht praktizierte, Methoden oder ein anderes Setting sinnvoller erscheinen, unterstütze ich Patienten gerne bei der Suche einer geeigneten Anlaufstelle.

Bezogen auf die Essstörungen wie Bulimie, Magersucht (Anorexie), etc. und auf weitere Indikationen wie Depression, Ängste, Zwänge, (Borderline-) Persönlichkeitsstörungen u.a., finden Sie auf der folgenden Seite einen kleinen Überblick über die wichtigsten Aspekte und Fragestellungen möglicher Behandlungsformen, die ich in meiner Arbeit berücksichtige:

Therapieverfahren u.a. Dialektisch-Behaviorale-Therapie (DBT)

 

 

©Lucienne Rudersdorf

 

weitere Informationen über die verschiedenen Formen, Ursachen, Symptome und Folgen von Essstörungen:

Magersucht (Anorexie, Anorexia nervosa)

Bulimie

Binge-Eating (Esssucht)

Orthorexie 

Biggerexie (Adonis-Komplex, Muskelsucht)

Night-Eating-Syndrom (nächtliches Essen)

Auf der folgenden Seite finden betroffene Eltern Informationen über meine Beratungsmöglichkeiten und Hilfe für das Verhalten als Mutter oder Vater im Umgang mit ihrem Kind mit Essstörung:

Essstörung Eltern Beratung

 

Informationen zu meiner Person und dem Ablauf einer Psychotherapie finden sich hier:

Vita / Qualifikationen L. Rudersdorf

Philosophie meiner Arbeit

Termine/ Kosten/ Ablauf

Kontakt / Adresse / Anfahrt